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Pflegende Schreiben
Stefan János Wágner

Stefan János Wágner
Foto: Stephan Körber

Die Treffen finden bis auf Weiteres nicht statt!
Termin: jeden 4. Dienstag im Monat, 15.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Bonn, Lotharstr. 95, Bonn-Kessenich

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Viele Angehörige von Pflegebedürftigen sagen mit Blick auf die vielfältigen Belastungen, die die Pflege mit sich bringt: "Was ich hier erlebe, darüber könnte man ein Buch schreiben!". Manche schreiben mitunter Tagebuch oder machen sich Notizen über ganz konkrete Sachverhalte und halten ihre Gedanken somit tatsächlich "fest".

Zeit zum Zuhören und Austausch im Gespräch mit anderen über das Erlebte bietet "pflegende!schreiben" mit Stefan János Wágner. Auch, wer einfach nur reden will - oder nur Zuhören - ohne selbst zu den Schreibenden zu gehören, ist willkommen.

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Texte von Pflegenden finden Sie hier
Zur Berichterstattung:

Rhein-Sieg-Anzeiger
General-Anzeiger Logo

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Foto Karl-Heinz Elsner

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Mein Name ist Karl Heinz Elsner. Ich wohne in Swisttal und ich habe ca. zwei Jahren meine Ehefrau mit Frontotemporaler Demenz (FTD) begleitet und gepflegt. Meine Frau war seit Juni 2017 in einem Heim für Menschen mit Demenz. Nun möchte ich Betroffenen, die Angehörige mit beginnender Demenz zu Hause haben, mit meinen Erfahrungen helfen, damit sie nicht alleine mit ihren Sorgen sind, so wie ich es damals war. Im Seniorenbüro der Gemeinde Swisttal haben Angehörige Gelegenheit, mit mir zu sprechen.

Kontaktaufnahme über den Seniorenbeauftragten der Gemeinde Swisttal, Herrn Gerhard Endruschat. Telefon: 02254/600999 | Mail: seniorenbuero-swisttal@t-online.de

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Wenn "pflegende!schreiben", können Motive und Motivation zu pflegen dargestellt werden. Pflege ist Ausdruck von Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit. In der Pflege spiegeln sich positive Momente in der Begegnung zwischen Menschen wieder. Diese gilt es zu be-"schreiben", um anderen Mut zu machen. Vielleicht motiviert das den ein oder die andere einen Pflegeberuf zu ergreifen. Dann wäre schon viel gewonnen. Aber auch die Schattenseiten des "Systems Pflege" müssen beleuchtet werden, um die Pflegelandschaft zu verbessern. Wichtigstes Ziel für jeden Einzelnen aber ist die Entlastung, das Mitteilen, Verstanden werden und Wertschätzung für das Geleistete zu erfahren.
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Cover-Bild Irrfahrt im System

"Wohin das führen kann? Wenn Pflegende schreiben. Manchmal sogar zu einem umfangreichen Manuskript, vielleicht sogar irgendwann zu einem Buch. Zur Unterstützung unserer Initiative wird uns Veit Beck sein (noch nicht ganz) fertiges Manuskript, in dem er seine Erfahrungen und Beobachtungen über das Gesundheits-und Pflegesystem festgehalten hat, ausschnittsweise zur Verfügung stellen. Mit einem humoristischen Augenzwinkern schildert er Szenen aus dem Umfeld "Pflege und Gesundheit", die dem Leser auch helfen sollen das System besser zu verstehen und sich das Leben und die Pflege ein bisschen einfacher zu machen.

Textpassagen und einen Blick in das Inhaltsverzeichnis erreichen Sie über den folgenden Link: https://www.veitbeck.de/beckdraft/"





Veit Beck lebt im östlichen Rhein-Sieg-Kreis und wurde über einen Zeitungsbericht auf "pflegende!schreiben" aufmerksam.

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Schreibwerkstatt

Zu den bereits veröffentlichten Texten von Pflegenden gelangen Sie hier.

"Bei der Beerdigung der Mutter einer Freundin las ich vor Jahren in dem kleinen gedruckten Blättchen, welches am Ausgang zum Erinnern an die Verstorbene ausgeteilt wurde, einen Satz, der in mir haften geblieben ist: „Sie litt an der Krankheit des Vergessens“. Mich hat das damals sehr bewegt. Hier war mal nicht von Demenz die Rede, einem ja eher medizinischen Begriff. Es trifft die Sache wohl recht gut, macht das Vergessen menschlicher. Meine Mutter wird zunehmend tüddelig, wie man bei uns so schön sagt. Ich glaube, wir haben einen beschwerlichen Weg vor uns. Dieser Satz aus dem Andenkenzettel hilft mir, die auf uns zukommende Situation besser anzunehmen. Aber ich weiß, es wird schwer. Gut zu wissen, dass ich als Angehöriger auf Hilfen zurückgreifen kann. Vielleicht raffe ich mich auf, das, was kommt, in einem Tagebuch festzuhalten. Danke für die Anregung zu schreiben. Ich glaube, auch mein Leben wird sich in Bälde verändern."
H.W., Much

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Dr. Eckart von Hirschhausen
Arzt, Autor, Kabarettist und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN
"Sich etwas von der Seele zu schreiben ist eine wunderbare Art, mit belastenden Situationen umzugehen. Diese Fähigkeit will trainiert werden in Zeiten von SMS und Whats-App. Deshalb unterstütze ich gerne diese Initiative, und wünsche allen Beteiligten viel Freude. Vielleicht wird ja auch ein Buch, ein Blog oder ein Podcast daraus, damit mehr Menschen mitbekommen, was Pflegende und Angehörige jeden Tag für einen unglaublich wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten."
Unterstützer von "pflegende!schreiben"