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Pflegeselbsthilfe bietet Raum zum Austausch

WDR5

Aktuell - 16.11.2018: Radiobeitrag in WDR 5
unter Beteiligung von Stefan János Wágner von den Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe Bonn/Rhein-Sieg (11:34 u. 20:40). Thema:
Pflege der Eltern – Gerechtigkeit unter Geschwistern?
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Über die Inhalte der Sendung informiert Sie die Internetseite von WDR 5

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und neue Angebote der Pflegeselbsthilfe in der Region Bonn/Rhein-Sieg. Unterstützen Sie die Anliegen der Pflegeselbsthilfe, indem Sie die Informationen an pflegende Angehörige weitergeben - hier
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Generalanzeiger

Pause vom belastenden Pflegealltag - Ein Bericht von Ebba Hagenberg-Miliu, veröffentlicht im General-Anzeiger. Hier
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"pflegende!stricken"
Einen Artikel über den Strick-Workshop für pflegende Angehörige mit Regina Heinen lesen Sie hier

Mitten im Leben

Mitten im Leben - Mitten in Bonn. Im Herbstmagazin 03/2018 finden Sie u.a. einen ausführlichen Bericht über die Aktivitäten der Pflegeselbsthilfe (s.18-19). Die Publikation ist auf den Seiten der Bundesstadt Bonn im Download verfügbar - hier
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16.08.2018, Troisdorf/Bonn.
Ein Interview mit Stefan János Wágner vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe:

- Wie hat das Projekt begonnen? Wie entstand die Idee?
Es trifft nicht jedermanns Geschmack, eine Gesprächsgruppe aufzusuchen, um sich mit anderen über die eigene Situation als pflegende Angehörige auszutauschen. Diese klassische Form der Begegnung ist wichtig und sie hat sich vielfach bewährt, sollte jedoch eine Ergänzung erfahren, um nun zusätzliche, neue Zugänge in die Pflegeslebsthilfe zu schaffen. Ausgangspunkt war die Frage, welche Wege außer im Gespräch, es noch gibt, um sich mitzuteilen. So entstand im Frühjahr 2018 die Idee zur Schreibwerkstatt "pflegende!schreiben". Mit zusätzlichen weiteren Formaten wollen die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe in der Region Bonn/Rhein-Sieg Menschen über deren Interessen und Neigungen ansprechen: Wandern, Singen, Stricken etc. Das schafft neue Zugangswege in die Pflegeselbsthilfe.

- Warum brauchen pflegende Angehörige besondere Angebote?
Die Pflegesituation währt für viele pflegende Angehörige oft über viele Jahre. Das Leben verändert sich mitunter dramatisch. Der Pflegebdürftige steht meist im Vordergrund. Die Pflegeperson tritt in dessen Schatten, ist jedoch vielfach unentbehrlich, bis hin zur Selbstaufopferung. Viele Belastungsfaktoren gehen mir der Pflege einher. Teils mangelnde Wertschätzung, finanzielle Einschränkungen, soziale Isolation etc.. Für viele Menschen in einer sie belastenden Lebenssituation ist der Austausch mit anderen hilfreich. Ein Gespräch mit einem verständnisvollen Zuhörer schafft Entlastung. Gleichzeitig etwas Schönes erleben, sich gut tun und Neues erleben, sind die Beweggründe, um die neuen Angebote der Pflegeselbsthilfe für sich auszuprobieren.

- Welche Gruppen sind schon mit welchem Erfolg / welchen Teilnehmern (Alter, Hintergrund?) angelaufen?
Die neuen Formate der Pflegeselbsthilfe, die Aktivität und Kreativität fördern und pflegende Angehörige zusammenbringen sollen, starten im September. Daher gibt es bislang keinerlei Erfahrungen, jedoch die Hoffnung, dass die Angebote Anklang finden. DER PARITÄTISCHE, in dessen Trägerschaft die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe in der Region Bonn/Rhein-Sieg angesiedelt sind, hat bislang Erfahrungen mit Pflegenden, die sich über das Interesse am Mitteilen im geschriebenen Wort zum Austausch treffen, zusätzlich gibt es ein Angehörigen-Café. Da ist z.B. die Gattin mittleren Alters, deren Mann an Parkinson leidet, die Mutter, die ihre Tochter versorgt, der Sohn, der sich liebevoll um seine alte Mutter kümmert oder die Enkelin, die für ihre hochbetagte Großmutter da ist. Von Erfolg kann man insofern von jeder Zusammenkunft sprechen, als dass der Austausch - auch unter wenigen Gleichgesinnten - immer sehr intensiv und für den Einzelnen gewinnbringend ist, Kraft spendet und immer auch eine kurze Auszeit bietet, in der man etwas für sich tut.

- Welche Gruppen starten demnächst?
"pflegende!schreiben": Zunächst wartet die Schreibwerkstatt mit weiteren Aktivitäten an verschiedenen Orten auf (Di., 28.08. um 14.30h im Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Bonn, Lotharstr. 95 in Kessenich | Mi., 29.08. um 16.00 Uhr in der Begegnungsstätte der AWO, Kirchplatz 8 in Duisdorf | Do., 6.09. um 14.30 Uhr im ev. Seniorenzentrum Theresienau, Theresienau 20 in Oberkassel).
"pflegende!wandern": Pflegende, die gerne wandern, lädt der Eifelverein Bonn ein: die erste Tour "Vom Bahnhöfchen zur Siegmündung" findet am Montag, den 17. September in der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Eingeladen sind alle Pflegenden und somit neben den pflegenden Angehörigen auch beruflich in der Pflege Tätige, aber auch Nachbarn und Zugehörige.
"pflegende!malen": Pflegende Angehörige, die gerne malen oder töpfern, sind vom Kunstmuseum Bonn zu einem Kreativ-Workshop eingeladen. Der erste von vier Terminen ist am Donnerstag, den 20. September in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
"pflegende!stricken": Die Inhaberin des kleinen Wollgeschäfts Schafgabe, Regina Heinen, lädt pflegende Angehörige, die gerne stricken, in ihr Ladenlokal in der Gottfried-Claren-Str. 7 in Beuel ein. Sie selbst hat Erfahrungen als pflegende Angehörige und ist eine gute Zuhörerin. Der erste von drei Terminen ist am Donnerstag, den 4. Oktober in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

- Wie ist das Feedback der Teilnehmer?
Die, die bereits an Angeboten teilgenommen haben - insbesondere der Schreibwerkstatt "pflegende!schreiben" -, kommen wieder. Das spricht für sich. In der Fachwelt stoßen die neuen Angebote auf ein positives Echo und Interesse.Ob die verschiedenen Formate Anklang bei pflegenden Angehörigen finden, muss man abwarten. Doch auch wer keine Zeit findet, eines der Angebote für sich zu entdecken, weil er oder sie daheim aufgrund der Pflegesituation unentbehrlich ist, kann sich an die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe wenden. Dort hat man stets ein offenes Ohr für die mannigfaltigen Themen und Problemstellungen der pflegenden Angehörigen. Auch können eigene Ideen eingebracht werden, um die Pflegeselbsthilfe attraktiv und lebendig zu gestalten.

Troisdorf/Bonn, 01.03.2018. Die eigenen Bedürfnisse werden bei der Pflege eines Angehörigen oft hinten angestellt und die persönliche und körperliche Belastung übersehen. Entlastend kann da der Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation sein.

Wer sich mit anderen pflegenden Angehörigen austauschen möchte, findet in der Pflegeselbsthilfe Unterstützung. "Angehörigengruppen bieten eine Möglichkeit, sich aussprechen und damit entlasten zu können“, sagt Stefan János Wágner von der Bonner Pflegeselbsthilfe. "Häusliche Pflege bringt viele Anforderungen mit sich. In einer Selbsthilfegruppe haben pflegende Angehörige einen Raum, in dem sie sich mit anderen austauschen, sich informieren, Sorgen und Fragen miteinander teilen können“, beschreibt Wágner das Prinzip der Selbsthilfe. Bei den Gruppen für pflegende Angehörige geht es zudem um das Erleben von Gemeinschaft und Geselligkeit. Auch können gemeinsame Aktivitäten durchgeführt werden, die Ablenkung und Abwechslung bieten.

gelbes Herz

Gruppen erhalten finanzielle Unterstützung

DER PARITÄTISCHE informiert über bestehende Gruppen und hilft bei der Gründung neuer Gruppen. Insgesamt befinden sich in NRW an 36 verschiedenen Standorten Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe, 21 davon in Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.
 
Damit Aufbau und Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe niedrigschwellige Angebote bleiben und nicht zur zusätzlichen Belastung werden, kümmert sich die Fachkraft im Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe auch um die finanzielle Förderung. Damit können dann beispielsweise Kosten für Räumlichkeiten, Referentenhonorare, Ausflüge oder Kreativangebote gedeckt werden. Ansprechpartner ist für den Rhein-Sieg-Kreis und für Bonn Stefan János Wágner. Auch werden Veranstaltungen und Treffen zum Thema Selbsthilfe und Pflege organisiert sowie auf professionelle Hilfsangebote, insbesondere auf Angehörigengruppen, die bei anderen Trägern angesiedelt sind, hingewiesen.

 

 
 
"pflegende!schreiben" im Rhein-Sieg-Kreis hier
"pflegende!schreiben" in Bonn hier
Radio Inklusiv berichtet über Pflegeselbsthilfe und "pflegende!schreiben" (ab Min 13:30). Zur Sendung [Mehr]
Wir bedanken uns für die Berichterstattung bei: