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Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Rhein-Sieg-Kreis / Bonn

Auszeit für pflegende Angehörige

"pflegende!aktiv" bietet seit September 2018 verschiedene Gelegenheiten, sich in Gruppen auf kreative Weise mit belastenden Themen zum Thema Pflege auseinanderzusetzen. Weitere Angebote, Themen und Informationen erhalten Sie in der linken Rubrikenspalte.

Die Angebote sind für alle Teilnehmer*innen kostenlos!

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NicolaWinter

Nicola Winter: "Yoga sind nicht nur Körperübungen, sondern Yoga ist ein 'ganzheitliches' Konzept, dass hier den Teilnehmern auch Werkzeuge an die Hand geben will, um sich in ihrem Alltag selbst etwas Gutes zu tun und Entspannung zu finden."

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Yoga mit Nicola Winter: 19.09.

Fotografie mit Stephan Körber. 21.09.

"pflegende!schreiben": mit
Stefan János Wágner: 24.09.

Stricken mit Regina Heinen: 26.09.

Kreativ-Workshop mit Wulpekula Schneider: 10.10.

Wanderung mit Stefan János Wágner: 15.10.

Heilsames Singen mit Susanne Wagner: 22.10.


Veranstaltungshinweise für September auf einen Blick hier



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Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn

​Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn
​Quelle: Regina Spitz

"Ich habe hohen Respekt für jene Angehörigen, die die Pflege von Verwandten und manchmal Freunden auf sich nehmen oder sich mindestens daran beteiligen. Wir reden immerhin von einem Zehntel der Bevölkerung, die diese Verantwortung nicht scheuen, oft genug, ohne zu wissen, was auf sie zukommt. Netzwerke für Hilfen sind ihnen oft unbekannt. Sie reiben sich auf zwischen der Organisation des eigenen Alltages und den Bedürfnissen und Nöten der Hilfebedürftigen. Wo aber bleiben sie mit ihren eigenen (Zukunfts-)Ängsten, Wünschen und Bedürfnissen? Wer kümmert sich um ihre existenzielle Selbstfürsorge, ohne die die Pflege ja kaum zu leisten ist?
Vor diesem Hintergrund begrüße ich die Initiative des Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe. Dort stehen die Pflegenden im Mittelpunkt: der Austausch mit anderen in einer ähnlichen Belastungssituation, gemeinsame Aktivitäten und Unternehmungen - das alles schafft Raum, um Kraft zu schöpfen, Kraft für das längst unverzichtbare "Versorgungssystem Angehörige", ohne das unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde.
Ich wünsche jedem pflegenden Angehörigen den Mut und die Weitsicht, im positiven Sinne auch ein bisschen egoistisch zu sein und damit die eigene Belastbarkeit zu stärken, indem sie kleine Auszeiten bewusst einplanen."

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Sebastian Schuster, Landrat Rhein-Sieg-Kreis

„In einer älter werdenden Gesellschaft nehmen die Leistungen, die pflegende Angehörige tagtäglich erbringen, einen immer höher werdenden Stellenwert ein; ihr unermüdlicher Einsatz rund um die Uhr ist eine ganz wichtige sozial- und gesellschaftspolitische Aufgabe, die absolute Hochachtung und Anerkennung verdient.
Die häusliche Pflege von Angehörigen kann das eigene Leben völlig umkrempeln; umso wichtiger ist es deshalb, kleine Freiräume zu schaffen, um Kraft zu tanken und zu sich selbst zu kommen. Oftmals benötigen die Betroffenen dabei auch unsere Fürsorge. Ich freue mich deshalb über die Initiative "pflegende!aktiv", die genau diese Fürsorge durch eine Vielzahl von Angeboten bietet.
Ich wünsche allen pflegenden Angehörigen viel Kraft für ihre schwere Aufgabe, aber auch die Gabe, sich selbst nicht aus dem Blick zu verlieren. Passen Sie auf sich auf - Sie sind eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft!“
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Rita Süssmuth

Prof. Dr. Rita Süssmuth (Foto: Jan Voth)

Angehörige, die sich für pflegebedürftige Mitmenschen einsetzen, sind ein wichtiger und unentbehrlicher Pfeiler in unserem Pflege- und Gesundheitssystem. Sie verdienen unser aller Aufmerksamkeit, Respekt und Wertschätzung. Ziel von „pflegende!aktiv“ ist es, Auszeiten für pflegende Angehörige zu ermöglichen und Austausch miteinander zu praktizieren.
Diese Initiative der Pflegeselbsthilfe des paritätischen Wohlfahrtverbandes in der Region Bonn/Rhein-Sieg ist vorbildlich.
Weder die Pflegebedürftigen, noch die Pflegenden wollen auf das Thema Pflege reduziert werden. Es geht um gemeinsames Alltagsleben. Wir vergessen oft, wie wichtig es auch für ältere Menschen ist, dazuzugehören und mit ihren besonderen Stärken und Schwächen wahrgenommen zu werden.
Zusammengehörigkeit ist hierbei entscheidend.
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Heide Simonis

Heide Simonis
Ministerpräsidentin a.D.

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"Mehr als zwei Drittel der Pflegetätigkeiten in Deutschland, so sagen Schätzungen, werden von pflegenden Angehörigen durchgeführt. Sie sind die größte, zugleich aber die unsichtbarste Gruppe im deutschen Gesundheitswesen. Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, muss ein gesamt-gesellschaftliches Anliegen werden.

Ich freue mich darüber, dass in Bonn, meiner Heimatstadt, eine Pflegeselbsthilfe-Initiative entstanden ist, die durch vielfältige Angebote eine produktive, anregende Auszeit für pflegende Angehörige organisiert. Ich würde mich aber noch mehr freuen, wenn ähnliche Initiativen in ganz Deutschland entstünden."





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Hirschhausen

Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Autor, Kabarettist

"​Pflegende Angehörige sind die größte Gruppe im Gesundheitswesen – und die unsichtbarste! Was da rund um die Uhr im Stillen geleistet wird, braucht unser aller Anerkennung, Unterstützung und Entlastung. Mit meiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN bringe ich seit über 10 Jahren Impulse für mehr Menschlichkeit in die die Medizin.

Ich wünsche mir, dass die pflegenden Angehörigen mehr darüber lernen, wie sie sich durch Auszeiten, Vernetzung und positive Gefühle auftanken und sich stärken können. Humor, Gemeinschaft und Sinn erleben sind die großen Schutzfaktoren für unsere Seele. Danke für alles, was Sie tun!"

Humor hilft heilen

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Norbert Röttgen

Dr. Norbert Röttgen, MdB
Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis II

"Menschen, die sich in der Pflege engagieren – egal, ob als pflegende Angehörige oder in den Pflegeberufen – leisten einen Dienst, der in unserer Gesellschaft leider immer noch viel zu wenig wertgeschätzt wird.
Für diese Arbeit „Danke!“ zu sagen, ist wichtig und mir auch persönlich ein Bedürfnis – es reicht aber nicht.
Die Menschen, die in der Pflege tätig sind, haben einen Anspruch darauf, dass wir alles uns Mögliche dafür tun, die Rahmenbedingungen ihrer körperlich und psychisch schweren Arbeit konkret zu verbessern. Auch wenn ich nicht unmittelbar in diesem Bereich tätig bin, so bemühe ich mich doch, dazu im Deutschen Bundestag meinen Beitrag zu leisten.
Die Initiative „pflegende!aktiv“ schafft interessante Angebote für Pflegende, sich auszutauschen und über gemeinsames Tun einen Ausgleich zu finden zu ihrer sie häufig bis an die eigenen Grenzen fordernden Aufgabe.
Danke für diese Initiative!"


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Prof. Bohnet Joschenko

„Angehörige leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Pflegebedürftigen in unserer Gesellschaft, sie sollten dabei bestmöglich unterstützt und entlastet werden.
Als grundlegende Voraussetzung für eine zielgruppenspezifische Ausgestaltung und Kommunikation von Unterstützungsangeboten müssen wir ein tieferes Verständnis der individuellen Bedürfnisse und Belastungen pflegender Angehöriger und ihrer kontextuellen Faktoren entwickeln. Ergebnisse unserer Forschung zeigen, dass informell Pflegende ihre eigenen Bedürfnisse oft zurückstellen. Bestehende Informations- und Beratungsangebote sind wenig bekannt und werden kaum genutzt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“

Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko
Universität Witten/Herdecke
Management und Innovation im Gesundheitswesen
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Fakultät für Gesundheit



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Wandergruppe

Fröhliche Gruppe bei "pflegende!wandern" - Wir wandern bei jedem Wetter...

Ausführliche Beschreibungen der o.g. Termine mit Zeit- und Ortsangaben finden Sie in der linken Rubrikenspalte auf dieser Seite bzw. durch Anklicken der fettgedruckten unterstrichenen Themen in der obenstehenden Terminübersicht.

Eine Unterstützung im Alltag, die Ihnen den nötigen Freiraum schafft, um an Angeboten teilnehmen zu können, finden Sie hier

Gesprächsgruppen verschiedener Träger und Anbieter im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn finden Sie in der Rubrik Angehörigengruppen

Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenlos. Interessierte sind herzlich willkommen!

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Wer sind "pflegende Angehörige"? Wer darf sich angesprochen fühlen und ist eingeladen mitzuwirken, mitzutun oder einfach dabei zu sein?

Der Sammelbegriff "pflegende Angehörige" ist leider etwas unpräzise. Viele, die gemeint sind, fühlen sich nicht angesprochen. Das liegt daran, dass viele den Begriff Pflege reduzieren auf Waschen, Anziehen oder Essen anreichen. Der englische Begriff "care" meint viel mehr: sich sorgen, betreuen, da sein. Zum Pflegen gehört das aber genauso dazu. Die Pflege besteht also aus verschiedenen Anteilen und zu verrichtenden Aufgaben. Diese werden oft durch unterschiedliche Personen ausgeführt. Unterstützt werden Angehörige z.B. durch Fachkräfte von Pflegediensten oder Einrichtungen. Wenn das so ist, bleiben sie aber immer noch pflegende Angehörige - selbst wenn sie nicht im engeren Sinn eine der oben erwähnten Pflegetätigkeiten ausführen, die an andere deligiert wurde.

Wenn wir den Begriff "pflegende Angehörige" als Terminus technicus betrachten, muss man die Frage stellen, wer darf sich angesprochen fühlen - wer ist eigentlich gemeint? Pflegende Angehörige können Personen aus der Familie sein, aber auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis oder aus der Nachbarschaft, die einen Mensch ganz oder teilweise pflegen und betreuen, wenn dieser körperlich oder geistig eingeschränkt ist. Also auch sich zugehörig Fühlende. Der Begriff „pflegende Angehörige“ wird unabhängig von Geschlecht oder anerkanntem Pflegegrad verwendet. Auch wenn Sie sich um einen pflegebedürftigen Menschen sorgen, kümmern oder einfach für ihn da sind, dürfen Sie sich von den Gruppenangeboten, die wir auf diesen Seiten vorstellen, angesprochen fühlen. Und vor allem auch dann, wenn ein Ihnen Nahestehender in einem Altenheim lebt oder durch einen ambulanten Pflegedienst versorgt wird. Denn auch viele von jenen, die als Angehörige die unmittelbare Sorge um den pflegebedürftigen Mitmenschen - aus welchem Grund auch immer - abgegeben haben, haben einen Anteil am Pflegegeschehen und somit oft auch ihr Päckchen mit der Pflegesituation zu tragen. Die Belastungen sind vielfältig.

Die Pflegeselbsthilfe möchte Menschen zusammenbringen, die ein gleiches Lebens(abschnitts)thema haben: die Sorge und das Mitgefühl für unsere pflegebedürftigen Mitmenschen.

Wer sich mit Pflege befasst, ist eingeladen sich auf unseren Seiten zu informieren, mitzumachen, mitzudenken, sich mitzuteilen.

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Pflegende schreiben

Auszug aus dem Image-Flyer der Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe.
Die Flyer können Sie bei uns beziehen.

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Herbstwald

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Pflegende Angehörige haben in Pflegeselbsthilfegruppen die Möglichkeit sich auszusprechen und zu entlasten, indem die vielfältigen Anforderungen, die das Thema Pflege mit sich bringt, bei Gruppentreffen thematisiert werden können.

Angehörigengruppen schaffen zudem einen Raum, in dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer informieren und Erfahrungen austauschen. Gegenseitiges Verstehen, Helfen und Stärken stehen in diesen Gruppen im Vordergrund. Erfahren Sie mehr über unseren [Auftrag...]

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Träger der Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe ist der paritätische Wohlfahrtsverband
Der Paritätische ist neben Caritas, Diakonie, AWO, DRK und ZWST einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland.
Der Paritätische ist in Landesverbände und Kreisgruppen gegliedert.
Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Bonn ist Teil der Kreisgruppe Bonn des Paritätischen.
Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Rhein-Sieg-Kreis ist Teil der Kreisgruppe Rhein-Sieg-Kreis.
Insgesamt gibt es in NRW 21 Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe in Trägerschaft des Paritätischen.
Über das umfangreiche Aufgabenspektrum und das Engagement in der sozialen Arbeit können Sie sich auf der Internetseite unseres Landesverbandes www.paritaet-nrw.org informieren.

Fördererlogo

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